architecture . landscape . urbanism
Saxa Loquuntur -
Höhenburg
Dringenberg

Angebotsverfahren, 2019-2023, Bad Driburg

Nominierung für den deutschen Landschaftsarchitektur Preis 2025

Planungspartner:
Riehl Bauermann + Partner (LPH 6-8)

Die Burg Dringenberg, einst Sommerresidenz der Paderborner Bischöfe, wurde in einem umfassenden Entwicklungsprojekt denkmalgerecht saniert und für eine moderne Nutzung erschlossen. Die Freilegung versunkener Ruinenteile, die barrierefreie Vernetzung historischer Strukturen und die Integration archäologischer Funde waren zentrale Herausforderungen. Gleichzeitig entstand ein harmonisches Zusammenspiel aus Natursteinen verschiedener Epochen und freigelegten historischen Elementen wie die Mauerteile der Ruinenkammern. Besonders markant ist das wiederentdeckte mittelalterliche Pferdetor, das in die neue Gestaltung einfließt und zusammen mit weiteren Funden die Geschichte der Burg greifbar macht. Das Gesamtkonzept des Projekts verfolgt einen integrativen Ansatz, bei dem die historische Bedeutung des Burgbergs mit den Bedürfnissen der heutigen Nutzung verbunden wird. Der Entwicklungsplan umfasst sechs Zonen, die den gesamten Burgbereich einbeziehen – von der Pflege des Burgwaldes bis hin zur Entwicklung des Umfelds der Zehntscheune und des Burghofs. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Historie erlebbar bleibt und die Ruinen als lebendige Erinnerungsstücke in die Gestaltung integriert wurden. Die Gestaltung des Areals fördert die Identifikation der Dorfgemeinschaft mit ihrer Geschichte. Der neue Ruinengarten und die offenen Flächen um die Zehntscheune bieten Raum für kulturelle Veranstaltungen und stärken das das gemeinschaftliche Leben auf dem Burgberg. Durch die Fördergelder des EU-Programms EFRE und die enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung konnte ein Raum geschaffen werden, der sowohl die Vergangenheit wahrt als auch für die Zukunft lebendig bleibt.